
Eine besondere Ehre wurde dem Männergesangverein Gross-Winternheim 1866 e. V. zuteil: Bereits zum zweiten Mal wurde der Chor zur traditionellen Schiffswallfahrt nach Beilstein an der Mosel eingeladen. Dies gilt in dem Moselort als außergewöhnlich, da Chöre oder Kapellen normalerweise nur einmal zur Wallfahrt eingeladen werden.
Möglich wurde die erneute Einladung vor allem durch Weihbischof Jörg Michael Peters, der bereits im vergangenen Jahr vom Auftritt des MGV begeistert war. Direkt nach der Wallfahrt soll er dem Kirchenvorstand gesagt haben: „Wenn der MGV im nächsten Jahr wieder kommt, komme ich auch.“
Seit 39 Jahren wird in Beilstein die „Schwarze Madonna“ mit einer Schiffswallfahrt und anschließendem Gottesdienst geehrt. Initiiert wurde die Tradition einst vom letzten Karmeliterpater des Klosters, Pater Justin, gemeinsam mit dem Fahrgastschiffunternehmen Kolb. Bis heute wird die Wallfahrt jährlich durchgeführt und zieht zahlreiche Gläubige und Besucher an die Mosel.
Die Geschichte der „Schwarzen Madonna“ reicht bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück. Nachdem sich die Einwohner Beilsteins den spanischen Truppen kampflos ergeben hatten, blieb der Ort von Brandschatzungen, Plünderungen und Zerstörungen verschont. Rund 30 Jahre blieben sie an der Mosel und hinterließen bei ihrem Abzug die Marienfigur, die seither von den Gläubigen als Schutzpatronin gegen feindliche Übergriffe verehrt wird.
Musikalisch wurde die Wallfahrt von drei Chören und einer Musikkapelle gestaltet. Der MGV sang die Lieder „Oh Herr, welch ein Morgen“, „Halleluja“ sowie „Schwarze Madonna“.









